DER MODERATOR
Fernsehpastor Jan Dieckmann moderiert Tacheles. Er spricht im Interview über die Integration, bewegende Momente bei Tacheles und der Frage nach welchen Werten wir leben wollen.
Aktuelle Sendung
Schwere Entscheidung Organspende: Unversehrt sterben oder das Herz verschenken?
Marktkirche:
14.2.2012, 19 Uhr
Phoenix:
19.2.2012 um 13 Uhr und 24 Uhr
MIT:
> Landesbischof Friedrich Weber, Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig
> Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer
> Dr. Paolo Bavastro,
Arzt und Organspendekritiker
> Renate Greinert,
Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation
WER TACHELES TRÄGT
Evangelische Kirche in Deutschland Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Klosterkammer Hannover Evangelische Kirche im NDR
Medienpartner
Mitreden
Schwere Entscheidung Organspende: Unversehrt sterben oder das Herz verschenken?
Tacheles im TV
tacheles im radio
Pro & Contra
Ist Organspende gelebte Nächstenliebe?
"Organspende ist ein großes Geschenk", meint der evangelische Landesbischof Friedrich Weber. > mehr dazu
"Der Mensch hat das Recht auf einen menschenwürdigen Tod", entgegnet Renate Greinert von der Initiative Kritische Aufklärung Organspende (KAO). > mehr dazu
 


Bundestag berät über Transplantationen

Ärztekammerpräsident Montgomery: Organspende ist Lebensspende

Setzt sich für mehr Organspenden ein: Bundesärztekammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery.

Während in Deutschland rund 12.000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ warten, geht die Zahl der Organspender zurück. Bald berät der Bundestag darüber, wie künftig mehr Bürger angefragt werden können, ob sie zu einer Organspende bereit wären. „Organspende ist Lebensspende“, sagt Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer. Es sei jedem zuzumuten, sich zu entscheiden – und diese Entscheidung sollte künftig auf der elektronischen Gesundheitskarte vermerkt werden. Montgomery hält auch für sinnvoll, Fahranfängern mit ihrem ersten Führerschein einen Spenderausweis auszuhändigen. Ziel müsse sein, die Zahl der Organspenden deutlich zu erhöhen. Ärztekammerpräsident Montgomery ist Gast der nächsten Tacheles-Sendung zum Thema Organspende am 14. Februar.

 

Tacheles-Kolumnen Pro und Contra

Ist Organspende gelebte Nächstenliebe?

Bischof Friedrich Weber sieht Organspende als gelebte Nächstenliebe.

Der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber schreibt in seiner Kolumne für Tacheles-Online: Organspende sei das größte Geschenk, das ein Mensch dem anderen machen kann. Aber es sei wichtig, dass die Angehörigen die Gelegenheit bekommen, Abschied zu nehmen. Renate Greinert von der Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation, widerspricht in ihrer Kolumne : „Die Schöpfung Gottes ist zum Recyclinggut degradiert.“

 

Streitthema Gerechtigkeit

Explodierender Reichtum,
steigende Armut?

Tacheles: Streit um den Sozialstaat.

Weltweit protestieren Menschen gegen eine wachsende Kluft zwischen arm und reich. Wäre ein flächendeckender Mindestlohn die Lösung, sollten Vermögende mehr Steuern zahlen? Leidenschaftlich bis hitzig diskutierten mit Fernsehpastor und Tacheles-Moderator Jan Dieckmann der evangelische Landesbischof Jochen Bohl aus Dresden, der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, die Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, Marie-Christine Ostermann, und der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker.

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Umfrage

Große Mehrheit für Mindestlohn

Klares Ergebnis: Mehrheit für Spitzensteuer und Mindestlohn.

In der Union und in der FDP könnte bald das Tabu gebrochen werden, einen flächendeckenden Mindestlohn zu beschließen. Die große Mehrheit von 86 Prozent der Deutschen begrüßt dies. Das zeigt eine repräsentative emnid-Befragung im Auftrag der Evangelischen Kirche im NDR und der Evangelischen Zeitung. 

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Debatte um niedrige Einkommen

Unternehmer gegen Mindestlohn

Gegen einen gesetzlichen Mindestlohn: Marie-Christine Ostermann.

Der Beschluss der CDU, per Kommission einen Mindestlohn festzulegen, stößt in der Wirtschaft auf Widerspruch. Marie-Christine Ostermann, Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, spricht sich gegen gesetzliche Mindestlöhne aus. Sie überreichte jetzt Arbeitsministerin Ursula von der Leyen auf der Jahresversammlung ihres Verbandes eine Anti-Mindestlohn-Resolution. Bei Tacheles erklärte Ostermann, warum sie in niedrigen Einkommen eine Chance sieht: „Geringe Löhne und Minijobs machen es für Langzeitarbeitslose, für Menschen ohne Schul- und Berufsabschluss wieder möglich, am Arbeitsmarkt Tritt zu fassen.“ Dagegen ergab jetzt eine repräsentative Studie: Die große Mehrheit der Deutschen stimmt für einen Mindestlohn.
 

 

Betroffene im Interview

Bildung schützt nicht vor Hartz IV

Judith Schwedler: Von der Architektin zur Hartz IV-Empfängerin.

Eigentlich hat Judith Schwedler alles richtig gemacht: Gute Schulbildung, Studium und einen  gut bezahlten Job als Architektin. Heute leben sie und ihre vier Kinder von Hartz IV.  Dass sie einmal von Sozialleistungen leben würde, damit hatte sie nicht gerechnet. Bei Tacheles erzählt sie ihre Geschichte.

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Tacheles nachgefragt

Von Marktregulierung, Bildungszwang und schlecht bezahlten Frisösen

Bei Tacheles diskutiert das Publikum mit.

Das Tacheles-Publikum diskutiert mit: Kann man Bildung erzwingen? Müssen Politiker sich mehr in die Wirtschaft einmischen? Und: Ist es gerecht, wenn eine Frisöse für fünf Euro die Stunde arbeitet? Die prominenten Gäste stehen Rede und Antwort bei Tacheles nachgefragt.

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Expertenwissen zur aktuellen Debatte

Kirche, Glaube und die Sehnsucht
nach Sinn

Professor Reinbold: Die Bibel ist kein Ratgeber.

Zwischen Gott und der Zahnfee – zur Tacheles-Debatte über Glaubensfragen gingen bislang mehr als 540 Publikumszuschriften ein. Ist das Christentum tolerant oder ungnädig gegenüber abweichenden Haltungen? Gibt es überhaupt christliche Werte? Und ist der Religionsunterricht besser als sein Ruf? Unser Experte, der evangelische Theologe Professor Wolfgang Reinbold, gibt darauf Antworten.

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Tacheles nachgefragt

Von christlichen Grünen, überzeugten Atheisten und gutem Religionsunterricht

Die Gäste auf dem Podium stehen dem Publikum Rede und Antwort.

Sind alle Grünen so kirchenkritisch wie Tacheles-Gast Hans-Christian Ströbele? Wie gut oder schlecht ist der Religionsunterricht in Deutschland wirklich? Und wie kritikfähig sind die Kirchen? Die Tacheles-Gäste standen dem Publikum Rede und Antwort – bei Tacheles nachgefragt.

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Streit um den Glauben

Glaube, Hoffnung und die Zahnfee

Tacheles: Welche Bedeutung hat der Glaube?

Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hat sich bei Tacheles gegen Religionsunterricht an staatlichen Schulen gewandt. Der evangelische Landesbischof Ralf Meister entgegnete: „Warum sollen wir den Kindern die Fragen nach Beginn und Ende des Lebens oder nach Orientierung vorenthalten?“ Es wäre „aberwitzig“, auf Religionsunterricht zu verzichten, pflichtete ihm der CDU-Politiker Hermann Kues zu. Der Kirchenkritiker Philipp Möller dagegen hält die Existenz Gottes für ebenso wahrscheinlich wie die Existenz der „Zahnfee“.

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Motorradgottesdienste

Wenn harte Rocker fromme Schafe werden

Pastor Erich Faehling predigt auf Motorradgottesdiensten.

Pastor Erich Faehling predigt beim Motorradgottesdienst in Hamburg vor 40.000 Bikern. Bei Tacheles erzählt er von U-Boot-Christen, Ente-Fahrern und Weihnachten mitten im Jahr.  Er sagt, auch Biker fragen sich: „Wo gehöre ich eigentlich hin?“

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Umfrage

Im Glauben ist Deutschland zweigeteilt

Die Mehrheit der Befragten ist für Religionsunterricht an staatlichen Schulen.

Bundesweit befürwortet eine breite Mehrheit, dass Religion ein normales Schulfach ist oder dass kirchliche Feiertage gesetzlich geschützt sind – auch wenn vor Ostern am Karfreitag Diskotheken schließen müssen. Eine knappe Mehrheit spricht sich gegen den staatlichen Einzug von Kirchensteuern auf. Doch was die Menschen in Ost und West antworten, geht himmelweit auseinander. Darauf verweist jetzt eine repräsentative emnid-Befragung im Auftrag der Evangelischen Kirche im NDR und der Evangelischen Zeitung.

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Streit um Religion

Sind die Kirchen unverzichtbar?

Landesbischof Ralf Meister will die Menschen bei der Suche nach Sinn begleiten.

Welche Rolle spielt die Kirche im öffentlichen Leben? Landesbischof Ralf Meister schreibt in seiner Kolumne für Tacheles online: „Die Kirche hat einen öffentlichen Auftrag.“ Er spricht sich für Kindstaufen, Religionsunterricht und Kirchensteuern aus. Die Rolle der Kirchen in der Gesellschaft sei klar: „Unsere Aufgabe ist es, die Menschen zu erreichen und sie bei der Sinnsuche zu begleiten.“ Philipp Möller, Sprecher der religionskritischen Giordano Bruno-Stiftung sieht das ganz anders: „Die Kirche vermittelt Unsinn“, entgegnet er in seiner Kolumne. „Der Glaube gehört ins Privatleben und hat in der Öffentlichkeit nichts verloren“, ist der Atheist überzeugt. 

 

PROTESTANTEN UND KATHOLIKEN IM STREITGESPRÄCH

„Der Papst ist fehlbar“

Reden Tacheles: Wie steht es um die Ökumene?

Es war eine leidenschaftliche Diskussion in der hannoverschen Marktkirche, die Fernsehpastor Jan Dieckmann moderierte. Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und Gesprächspartner des Papstes, haderte mit dem Hochmut, der zuweilen aus dem Vatikan dringe („kein freundlicher Ton“). Der katholische Bischof Hans-Jochen Jaschke warnte vor einem Feindbild Papst und übte zugleich erstaunlich offen Kritik an Benedikt XVI. – dessen Dialog mit dem Islam etwa habe einen „verunglückten Anfang“ genommen. Die Publizistin Bascha Mika zürnte, „der Papst ist ein Patriarch, und Patriarchen sind nicht mehr zeitgemäß“. Ihr hielt der Spiegel-Autor Matthias Matussek entgegen, viele Medien gingen mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche wie Kannibalen um.

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Tacheles nachgefragt

Von Sündern, Helden und starken Frauen

Das Publikum fragt, die prominenten Gäste antworten: Tacheles nachgefragt.

Die evangelische Talkshow Tacheles öffnet sich den Fragen des Publikums. Hat die Ehelosigkeit katholischer Priester den sexuellen Missbrauch begünstigt? War Martin Luther ein Ketzer oder ein Held? Sind in der evangelischen Kirche Frauen wirklich gleichberechtigt? Der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider, Bischof Hans-Jochen Jaschke, Spiegel-Autor Matthias Matussek und die Publizistin Bascha Mika stehen Rede und Antwort.

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Umfrage zur Ökumene

Mehrheit spricht sich für Reformen im Vatikan aus

Emnid hat ermittelt: Was ist für ein Zusammenwachsen der beiden Konfessionen wichtig?

Während der Vatikan Reformen blockiert, wünscht sich die Mehrheit der Bevölkerung eine Erneuerung der katholischen Kirche. Den Papst als Sprecher aller Christinnen und Christen kann sich nur ein Drittel der Befragten vorstellen. Darauf verweist jetzt eine repräsentative emnid-Umfrage im Auftrag der Evangelischen Kirche im NDR und der Evangelischen Zeitung.

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Frauen im Priesteramt

Weihe, Exkommunikation und trotzdem Kirchensteuern

Ida Raming ließ sich als katholische Priesterin weihen.

Dr. Ida Raming hat katholische Theologie studiert, promoviert und sich 2002 zur Priesterin weihen lassen. Die römisch-katholische Kirche reagierte mit Exkommunikation. Doch anstatt ihrer Kirche den Rücken zuzudrehen, zahlt sie weiterhin Kirchensteuern. „Ich gehe nicht freiwillig“, stellt die überzeugte Katholikin bei Tacheles fest, „wir sind ein Stachel im Fleisch der katholischen Kirche“.

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Die neue Welt des Internets

Hunderte von Freunden - und keiner hilft beim Umzug

Diskussion am roten Tisch: Echte Freunde im Internet?

Unsere Gesellschaft wandelt sich rasant – immer mehr Menschen tauschen sich per Internet in sozialen Netzwerken wie Facebook aus. Arglos stellen sie intime Texte und Bilder ins Netz oder führen virtuelle Tagebücher, sogenannte Blogs. Verändert sich unser Bild von Intimität, ist Datenschutz von gestern, wie manche jungen Internetnutzer meinen? Darüber diskutierten mit Tacheles-Moderator Pastor Jan Dieckmann die bayerische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die Internetaktivistin Julia Schramm, der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar, der Medienwissenschaftler Prof. Hendrik Speck und Dr. Bernhard Rohleder, Geschäftsführer der Bitkom, des Verbandes der Informationswirtschaft.

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Das Internet vergisst nichts

Trauer, Tod und digitaler Trost

Wolfgang Paumen errichtete eine Gedenkseite für seinen Sohn

Wolfgang Paumen war auf einem Segeltörn, als er die unfassbare Nachricht erhielt. Sein Sohn Oliver war mit dem Motorrad tödlich verunglückt. „Niemand bereitet einen auf so etwas vor“, sagt Wolfgang Paumen. Um zu trauern und die Erinnerung wach zu halten, richtete er eine Gedenkseite im Internet ein, mit Fotos, Videos und Texten. „Das Internet vergisst nichts“, sagt der Finanzbeamte, „und mir war es wichtig, mich mit anderen auszutauschen“.

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Wird Deutschland zum Anti-Atom-Staat?

Ausstiegspläne wecken Hoffnung und Skepsis

Ausstieg sofort? Darüber wurde heftig diskutiert am roten Tisch.

Wie hoch ist der Preis für einen Ausstieg aus der Atomkraft, müssen wir den Klimaschutz dafür opfern? Inwieweit ist Energiepolitik eine ethische Frage – und dürfen sich die Kirchen hier einmischen? Darüber stritten mit Tacheles-Moderator Jan Dieckmann der evangelische Bischof Gerhard Ulrich (Nordelbien), Dieter Marx, Geschäftsführer des Deutschen Atomforums, die Atomkraftgegnerin Anna Gräfin von Bernstorff und der Spiegel-Autor Jan Fleischhauer.

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Hilfe für Tschernobyl-Kinder

„Man schmeckt und spürt nichts,
aber es ist verstrahltes Gebiet“

Kajta Bergholz engagiert sich seit Jahren für die Hilfe für Tschernobyl-Kinder.

Katja Bergholz engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Hilfe für Tschernobyl-Kinder der evangelischen Landeskirche Hannovers. Sie hat einige Kinder in Gomel besucht und nimmt sich jedes Jahr einen Großteil ihres Urlaubs, um mit Ihnen gemeinsam Zeit zu verbringen und sie für einige Wochen aufzunehmen. Bei Tacheles berichtet sie von ihrem Engagement.

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PER GENTEST LEBEN AUSWÄHLEN?

„Wir geraten auf die schiefe Bahn“

Diskussion um Gentests: Am roten Tisch wird Tacheles geredet.

Haben Eltern es künftig in der Hand, dass ihre Kinder keine schweren Erbkrankheiten mehr haben? Die moderne Medizin ermöglicht, nach Gentests ausgewählte Embryonen ohne bestimmte Erbschäden in den Mutterleib einzupflanzen. Der evangelische Bischof Martin Hein sprach sich jetzt bei Tacheles strikt gegen die Gentests aus: „Wir dürfen nicht entscheiden, welches Leben lebenswert ist.“ Ihm widersprach die frühere Forschungsministerin Edelgard Bulmahn, die im Bundestag für eine bedingte Freigabe der Tests streitet: „Wir können keine Frau zu einem behinderten Kind zwingen.“

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Leben mit Behinderung

Mein Sohn, behindert und ein Wunschkind

Axel Binnebößel ist stolzer Vater eines behinderten Kindes.

Axel Binnebößel und seine Frau sind Eltern eines schwerbehinderten Kindes. Während der Schwangerschaft drängten Ärzte sie, das Kind abzutreiben. Für die Eltern undenkbar. Die ärztliche Prognose eines raschen Kindstods erfüllte sich nicht. Jetzt wird Noah sieben Jahre alt, ist ein absolutes Wunschkind - und Axel Binnebößel ist ein glücklicher Vater.

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Deutschland in Furcht vor dem Terror

„Die Muslime sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung“

Debatte am roten Tisch: Welche Rolle spielt der Islam, wenn es um Terror geht?

Die Angst vor Terroranschlägen hat Deutschland erreicht. Während sich islamistische Extremisten als Gotteskrieger verstehen, geißeln friedliebende Muslime den Terror als einen tragischen Missbrauch ihres Glaubens. Inwieweit sind Religionen Brandsätze des Hasses? Wie lässt sich dem Terror begegnen? Darüber diskutierten der Braunschweiger Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber, der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, der niedersächsische Innenminister, Uwe Schünemann (CDU), und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, bei Tacheles in der hannoverschen Marktkirche mit Fernsehpastor Jan Dieckmann.

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Türkei und EU

Reicht Europa bis nach Anatolien?

Diskussion am roten Tisch: Ist die Türkei reif für die EU?

Die Türkei drängt in die Europäische Union (EU). Könnte die Türkei Europas Brückenkopf in die islamische Welt werden? Oder würde ihr Beitritt den inneren Zusammenhalt der EU zerreißen? Darüber diskutierten mit Fernsehpastor und Tacheles-Moderator Jan Dieckmann der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland, Martin Schindehütte, die bayerische Europaministerin Emilia Müller (CSU), der Unternehmer und ehemalige Europaparlamentarier Vural Öger (SPD) und die Sprecherin der „Deukischen Generation“, junger Deutschtürken, die Studentin Aylin Selcuk.

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Streit über Religion und Gewalt

Von Diskriminierung und Fundamentalismus

Diskussion am roten Tisch über Jugendgewalt und Religiosität

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Religion und Gewalt? Der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider sagte: „Religionen können Gewalt hervorrufen und legitimieren.“ Da, wo Religion fundamental ausgelegt werde, bestehe die Gefahr der Gewaltbereitschaft. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, wandte sich gegen die Kritik am Islam. Er nannte den Islam „eine gesellschaftliche Ressource“ für ein friedliches Miteinander. Wir haben die Debatte in Auszügen dokumentiert.

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Integration und Arbeitsmarkt

Bischof July: Muslime gehören zu uns

Bischof July

Der württembergische Bischof Frank July forderte in der evangelischen Talkshow Tacheles islamische Zuwanderer auf, sich nicht in „abgeschlossene Gegenwelten“ zurückzuziehen. Der CDU-Politiker Uwe Schünemann beklagte den Zuzug in die Sozialsysteme und forderte, hochqualifizierte Zuwanderer nach Deutschland zu holen. Im Gegenzug müssten Migranten ohne Aufenthaltsrecht konsequent in ihre Herkunftsländer verbracht werden.

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Religionsklischees in den Medien

Von muslimischen Schlägern und christlichem Missbrauch

Religion, Medien und Klischees: Streit am roten Tisch.

Schüren Medien mit ihrer Berichterstattung Islamfeindlichkeit? Wie fair ist die Berichterstattung über die Kirchen etwa in der aktuellen Missbrauchsdebatte? Darüber stritten der nordelbische evangelische Bischof Gerhard Ulrich, der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir, der Welt-Herausgeber Thomas Schmid, der Autor Kay Sokolowsky („Feindbild Moslem“) und die deutsch-türkische Schauspielerin Nursel Köse (aktuell zu sehen im Kinofilm „Die Fremde“). Wir haben die Debatte in Auszügen dokumentiert.

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Religion und Frauenrechte

„Die Welt schlägt manchmal Purzelbäume“

Streit am roten Tisch: Diskriminierung im Namen des Herrn?

Im Katholizismus dürfen nur Männer Priester werden. Das Kopftuch gilt vielen als Symbol der unterdrückten Frau im Islam. Und in der evangelischen Kirche sind Frauen in Spitzenpositionen rar. Diskriminierung im Namen des Herrn? Darüber stritten bei Tacheles die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Ellen Ueberschär, die frühere Ministerpräsidentin Heide Simonis, die katholische Publizistin Gabriele Kuby, die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und der Religionskritiker Michael Schmidt-Salomon. Wir haben die Debatte in Auszügen dokumentiert.

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Junge Muslime und die Bildung

Neugier, Zweifel und Integration

Tacheles zur Integration: Hat Bildungsnot religiöse Gründe?

„Viele gläubige Muslime verweigern sich kritischen Fragen“, kritisierte der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber (Bild) in der aktuellen Tacheles-Debatte über die Bildungsprobleme junger Muslime in Deutschland. Der Autor Cem Gülay („Türken-Sam: eine deutsche Gangsterkarriere“) kritisierte: „Was nützt Bildung, wenn man trotzdem keinen Job kriegt?“ Wir haben die Diskussion dokumentiert.

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Bundeswehr in Afghanistan

Dürfen deutsche Soldaten töten?

"Dürfen deutsche Soldaten töten?" - eine der Streitfragen bei Tacheles.

Die internationalen Streitkräfte in Afghanistan sollten das Land befrieden, den Terror eindämmen und den unterdrückten Frauen Gerechtigkeit verschaffen. Doch acht Jahre nach dem Beginn der Intervention werden die Soldaten immer mehr als Besetzer gesehen, agieren die Taliban zunehmend selbstbewusst. Drogenhandel und Verbrechen nehmen zu. Dürfen deutsche Soldaten im Kampf gegen den Terror töten? Ist der Kampf gegen die Taliban ein religiöser Konflikt? Hier die Debatte zum Nachlesen.

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Dokumentation

Religion und Meinungsfreiheit:
Schluss mit lustig?

Vertritt die Meinungsfreiheit: Bascha Mika, ehemalige Taz-Chefredakteurin.

Religion und Meinungsfreiheit: Schluss mit lustig? Darum stritten bei Tacheles – Talk am roten Tisch in der überfüllten hannoverschen Marktkirche Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Islamrats, Prof. Bascha Mika, ehemals Chefredakteurin der Tageszeitung taz, die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth und der Kabarettist Kerim Pamuk. Phoenix zeigte die Debatte am 29. November um 13 und um 22.30 Uhr.

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Die Tacheles-Debatte im Worlaut

Finanzkrise: Taumeln über dem Abgrund

Der Tacheles-Start in der vollen Marktkirche. Fotos: Jens Schulze

Die weltweite Finanzkrise ist noch längst nicht ausgestanden. Geld, Gier und Gerechtigkeit – welche Werte tragen uns? Wie können die Kräfte des Marktes gezähmt werden? Taugt die Bibel für den wirtschaftlichen Alltag? Oder eher der Koran?

Darüber diskutierten in der bis auf den letzten Platz gefüllten hannoverschen Marktkirche Bischof Dr. Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff, der Vorstandsvorsitzende der Bank Sarasin, Frank Niehage, der Direktor des Instituts für islamisches Bankwesen, Zaid el-Mogaddedi, und die ARD-Börsenkorrespondentin Anja Kohl.

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