DER MODERATOR
Fernsehpastor Jan Dieckmann moderiert Tacheles. Er spricht im Interview über die Integration, bewegende Momente bei Tacheles und der Frage nach welchen Werten wir leben wollen.
Aktuelle Sendung
Schwere Entscheidung Organspende: Unversehrt sterben oder das Herz verschenken?
Marktkirche:
14.2.2012, 19 Uhr
Phoenix:
19.2.2012 um 13 Uhr und 24 Uhr
MIT:
> Landesbischof Friedrich Weber, Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig
> Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer
> Dr. Paolo Bavastro,
Arzt und Organspendekritiker
> Renate Greinert,
Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation
WER TACHELES TRÄGT
Evangelische Kirche in Deutschland Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Klosterkammer Hannover Evangelische Kirche im NDR
Medienpartner
Mitreden
Schwere Entscheidung Organspende: Unversehrt sterben oder das Herz verschenken?
Tacheles im TV
tacheles im radio
Pro & Contra
Ist Organspende gelebte Nächstenliebe?
"Organspende ist ein großes Geschenk", meint der evangelische Landesbischof Friedrich Weber. > mehr dazu
"Der Mensch hat das Recht auf einen menschenwürdigen Tod", entgegnet Renate Greinert von der Initiative Kritische Aufklärung Organspende (KAO). > mehr dazu
 


Tacheles-Kunstpreis 2010

Das Fremde und wir

Das Echo auf den Tacheles-Kunstpreis 2010 war fulminant – junge Kunstschaffende aus ganz Deutschland und darüber hinaus, selbst aus Marokko, bewarben sich. Die Arbeiten von acht Künstlerinnen und Künstlern aus fünf Nationen waren in Hannover zu sehen.

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DAS FREMDE UND WIR

Jea-Yun Lee erhält Tacheles-Kunstpreis

Jea-Yun Lee erhält den Tacheles-Kunstpreis von Prof. Dr. Axel Horstmann.

Die koreanische Malerin Jea-Yun Lee erhielt den erstmals vergebenen Tacheles-Preis für internationale junge Kunst 2010. Der Kuratoriumsvorsitzende der Hanns-Lilje-Stiftung, Prof. Dr. Axel Horstmann, überreichte der 33-Jährigen jetzt den mit 1000 Euro dotierten Kunstpreis. Die Hanns-Lilje-Stiftung unterstützt den Wettbewerb im Rahmen der Dialogprojekte der evangelischen Talkshow Tacheles – Talk am roten Tisch zum Thema „Das Fremde und wir“. Arbeiten von Jea-Yun Lee und von weiteren sieben Künstlerinnen und Künstlern aus fünf Nationen waren in der hannoverschen Marktkirche zu sehen.

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Medienecho

Fröhlich, sehenswert, grenzenlos

Bei der Tacheles-Kunstausstellung zum Thema „Das Fremde und wir“ stellten Künstlerinnen und Künstler aus fünf Nationen ihre Werke aus. Das Medienecho war überaus positiv.

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JEA-YUN LEE

Babylon auf Papier

Jea-Yun Lee

„Die Geschichte, die ich mit meinen Figuren erzählen möchte, kommt immer aus mir selbst“, sagt die 1977 in Seoul (Südkorea) geborene Künstlerin Jea-Yun Lee, geehrt mit dem Tacheles-Preis für internationale junge Kunst 2010. Darum sei es für sie so wichtig, immer wieder neue Menschen kennen zu lernen und Neues zu erleben. „Dadurch bekommen alle Szenen Lebendigkeit.“ Und die Figuren, die sie malt, machen sich selbstständig, berichtet die Malerin. So wie im alten Babylon „können die Figuren in meinen Arbeiten nicht mehr mit einer Sprache sprechen“.

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MOUNA AFFA

Religiöse Gesten

Mouna Affa

Mouna Affa zeigt Menschen mit religiösen Gesten – und fokussiert dabei allein auf die Hände, die mal Versenkung in das Gebet zeigen, die Reinheit des Herzens oder die Erleuchtung der Seele symbolisieren.

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KERSTIN HINTZ

Dem Kokon entflohen

Kerstin Hintz

„Das Fremde ist das Unbekannte, das man nicht kennt, das Angst macht und das Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit weckt“, sagt Kerstin Hintz. Die 1977 im holsteinischen Oldenburg geborene Künstlerin hat eine Skulptur aus ihrer eigenen Körperhülle geschaffen. Nun liegt der Kokon verlassen da. „Die Hülle ist geöffnet – das ‚Ich’ ist abwesend.“

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YOSHIKAZU KAMISAWATSU

Fremdheit erforschen

Yoshikazu Kamisawatsu

Das Gefühl von Fremdheit ist für Yoshikazu Kamisawatsu präsent. Der Künstler wurde 1975 in Osaka (Japan) geboren. Seit 2002 lebt und studiert er in Bremen. „Fremdsein heißt, dass ich Japaner bin.“

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YOUNGRAN KIM

Sie ist nicht ich, ich bin nicht sie

Youngran Kim

„Man nimmt jeden Tag Dinge wahr, die um einen herum geschehen. Manche kann man nicht fassen oder erklären“, sagt Youngran Kim, „sie erscheinen einem fremd.“

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JANINA SCHMID

Die Welt des Clowns

Janina Schmid

„Der Clown lebt Gegensätze aus, die in jedem Menschen schlummern, bleibt aber immer anders als der Rest.“ Die 1972 in Ulm geborene Künstlerin Janina Schmid entwickelte im Rahmen ihrer künstlerischen Diplomarbeit „Kulissen einer Welt, in der der Clown zu Hause ist“. Der Clown sei als Teil der Gesellschaft zu sehen, bliebe ihr dabei jedoch immer fremd. Die Arbeiten, die zu „home for a clown“ entstanden sind, bieten Zuflucht für dieses ambivalente Wesen.

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MINCHUL SONG

Leuchtende Schatten

Minchul Song

Der 1977 in Seoul (Südkorea) geborene Künstler Minchul Song reflektiert mit seinen Werken die Unterscheidung von Realität und Traum. Für die Szenen in seinen Bildern setzt er Negativ-Aufnahmen ein. „In meinen Bildern erscheint helles Licht als ein Schwarzes Loch, und Schatten leuchten wie der Mond in der Nacht“, sagt Minchul Song. So werde „eine besondere Bildstimmung erzeugt, die einen ungewöhnlichen Ausdruck hat“.

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MILENA TSOCHKOVA

Von Menschen und Zuständen

Milena Tsochkova

„Das Bedürfnis nach Subjektivität in meiner Malerei und Zeichnungen hilft mir, Geschehnisse und Gefühle zu verarbeiten und einzuordnen“, beschreibt Milena Tsochkova ihre künstlerische Haltung.

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DAS FREMDE UND WIR

Der theologische Blick

Stadtsuperintendent Heinemann: In der Bibel wimmelt es von Fremden

„Das Christentum ist aus der Vermählung mit dem Fremden entstanden“, sagt Hans-Martin Heinemann, Stadtsuperintendent des evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover. Er warf zur Eröffnung der Tacheles-Ausstellung internationaler junger Kunst in der Marktkirche Hannover einen theologischen Blick auf das Ausstellungsthema: Das Fremde und wir. „Die Bibel thematisiert das Fremde vielfach als Gottesgeschenk, aber auch als Zumutung an den Menschen“, sagte er in seiner Rede.

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