DER MODERATOR
Fernsehpastor Jan Dieckmann moderiert Tacheles. Er spricht im Interview über die Integration, bewegende Momente bei Tacheles und der Frage nach welchen Werten wir leben wollen.
Aktuelle Sendung
Wirtschaft und Werte: Kann denn Wachstum Sünde sein?
Marktkirche:
19.6.2012, 19 Uhr
Phoenix:
24.6.2012 13.00 Uhr
24.6.2012 00.00 Uhr
MIT:
> Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, Ehemals Bischof und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland
> Mario Ohoven,
Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft
> Jutta Sundermann,
Attac Deutschland
> Prof. Dr. Utz Claassen,
Unternehmer
WER TACHELES TRÄGT
Evangelische Kirche in Deutschland Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Klosterkammer Hannover Evangelische Kirche im NDR
Medienpartner
Umfrage
Islam in Deutschland: Friedensreligion oder Kultur der Gewalt?
Tacheles im TV
tacheles im radio
Pro & Contra
Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen: Sind soziale Probleme der Auslöser?
"Perspektivlosigkeit kann zu Gewalt führen", meint der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider mehr dazu
"Soziale Benachteiligung reicht nicht als Ursache", entgegnet der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach mehr dazu
 


Sozialarbeiter bei Tacheles

„Jugendliche sehen Hoffnung im Islam“

Der Berliner Sozialarbeiter Fadi Saad ist der "große Bruder von Neukölln"

Der Berliner Sozialarbeiter Fadi Saad legte in seinem Leben eine Hundertachtziggradwendung  hin. Als Kind von palästinensischen Einwanderern wuchs er in Deutschland auf, fiel als Jugendlicher durch Prügel, Gewalt und Raub auf. Heute holt er Jugendliche in Berlin-Neukölln von der schiefen Bahn. Sie nennen ihn den „großen Bruder von Neukölln“.

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Streit über Religion und Gewalt

Von Diskriminierung und Fundamentalismus

Diskussion am roten Tisch über Jugendgewalt und Religiosität

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Religion und Gewalt? Der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider sagte: „Religionen können Gewalt hervorrufen und legitimieren.“ Da, wo Religion fundamental ausgelegt werde, bestehe die Gefahr der Gewaltbereitschaft. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, wandte sich gegen die Kritik am Islam. Er nannte den Islam „eine gesellschaftliche Ressource“ für ein friedliches Miteinander. Wir haben die Debatte in Auszügen dokumentiert.

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Religion und Gewalt

Expertencheck bei Tacheles:
„Kritikpunkte nicht vermengen“

Die Tacheles-Debatte über Religion und Gewalt vertiefen wir diesmal mit zwei Experten: Der promovierte Theologe Martin Affolderbach ist Referent für Islam und Weltreligionen im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland. Islamkenner und überzeugter Muslim Omar Abo-Namous schreibt für die Islamische Zeitung und bloggt im Internet. Beide ergänzen Fakten und Einschätzungen zur Runde am roten Tisch.

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Diskussion pro und contra

Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen:
Sind soziale Probleme der Auslöser?

 

EKD-Ratsvorsitzender Präses Nikolaus Schneider:

Perspektivlosigkeit kann zu Gewalt führen

EKD-Ratsvorsitzender Schneider: "Im Dialog kommen wir uns näher."

Wenn wir über Jugendgewalt sprechen, müssen wir die Gründe genau betrachten. Dass gerade junge Muslime zur Gewaltbereitschaft neigen, wie die Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen gezeigt hat, hängt vor allem mit der Lebenssituation und Perspektivlosigkeit dieser jungen Menschen zusammen. Wenn sie keine Chance bekommen, wenn sie sozial benachteiligt werden, wenn sie frustriert sind, wenn sie frustriert sind und sich dann auf Gewalt rechtfertigende aussagen ihrer Religion beziehen, kann das in Gewalt enden.

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Wolfgang Bosbach (CDU):

Soziale Benachteiligung reicht nicht als Ursache

Will die Besorgnisse der Bevölkerung ernst nehmen: Wolfgang Bosbach (CDU).

Nicht Religionen sind gewalttätig, sondern Menschen. Dennoch muss geprüft werden, ob religiöser Extremismus oder Fanatismus Auslöser für Straf- und Gewalttaten ist, beispielsweise beim islamistisch-motivierten Terrorismus. Nicht alle Islamisten werden Terroristen, aber die allermeisten Terroristen waren Islamisten. Das KFN hat in einer Forschungsarbeit nachgewiesen, dass diejenigen jungen Muslime, die sich selber als besonders religiös beschreiben, gewaltbereiter sind als andere. Bei besonders religiösen jungen Christen ist es genau umgekehrt.

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Tacheles-Chat

Kriminologe Pfeiffer: "Wir sollten die Muslime willkommen heißen"

Stellte sich den Nutzern im Internet: Christian Pfeiffer.

Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Prof. Christian Pfeiffer, hat mit seiner Studie über Jugendkriminalität für Wirbel gesorgt: Junge männliche Muslime, die besonders häufig in die Moschee gehen und sich als sehr religiös einschätzen, neigten zur Gewalt. Darum ging es bei Tacheles zum Thema „Islam in Deutschland: Friedensreligion oder Kultur der Gewalt?“. Im Chat diskutierte Christian Pfeiffer mit den Zuschauerinnen und Zuschauern. Hier können Sie den Chat nachlesen.

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Das Thema und die Gäste

Islam in Deutschland:
Friedensreligion oder Kultur der Gewalt?

Junge männliche Muslime sind gewalttätiger, je stärker sie sich zum Islam bekennen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). Die weltweit größte Schülerbefragung zeigt auch: Männliche Jugendliche, die sich als besonders gläubige Muslime verstehen, sind besonders schlecht integriert. Woran liegt das? Ist der Islam eine Religion der Gewalt? Oder sind ganz andere Gründe für die Gewaltbereitschaft junger Leute entscheidend – etwa ihr sozialer Hintergrund und ihre Diskriminierung? Darüber diskutierte der EKD-Ratsvorsitzende Präses Nikolaus Schneider mit weiteren Gästen.

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