DER MODERATOR
Fernsehpastor Jan Dieckmann moderiert Tacheles. Er macht sich stark für einen offenen, fairen Dialog - bei dem auch Trennendes zur Sprache kommt.
Aktuelle Sendung
Einwanderung und Arbeitsmarkt: Fremd im eigenen Land?
Marktkirche:
09.09.2010 um 20 Uhr
Phoenix:
12.09.2010 um 13 und 22.30 Uhr
MIT:
> Bischof Frank Otfried July,
Evangelische Kirche in Würrtemberg
> Uwe Schünemann, niedersächsischer Innenminister
> Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Die Linke
> Necla Kelek,
Soziologin und Publizistin
Medienpartner
Mitreden
Religion und Meinungsfreiheit: Schluss mit lustig?
Tacheles im TV
Pro & Contra
Endet die Meinungsfreiheit bei verletzten religiösen Gefühlen?
PRO: "Religiöse Gefühle sind zu achten" fordert Landes-
bischöfin Dr. Margot Käßmann, EKD-Ratsvorsitzende. mehr dazu
CONTRA: "Religionskritik ist Teil der Meinungs-
freiheit"
meint Bascha Mika, Universitätsprofessorin und Chefredakteurin der taz von 1998 bis 2009. mehr dazu
UMFRAGE
Werden Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt?

  JA, ein ausländisch klingender Namen reicht für eine Absage.

  NEIN, auf dem deutschen Arbeitsmarkt gibt es die gleichen Chancen für alle.

  Einige Unternehmen diskriminieren Menschen mit Migrationshintergrund, aber durch die schlechten Leistungen im Bildungssystem tragen die Migranten zur Misere bei.

 


Dokumentation

Religion und Meinungsfreiheit:
Schluss mit lustig?

Vertritt die Meinungsfreiheit: Bascha Mika, ehemalige Taz-Chefredakteurin.

Religion und Meinungsfreiheit: Schluss mit lustig? Darum stritten bei Tacheles – Talk am roten Tisch in der überfüllten hannoverschen Marktkirche Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Islamrats, Prof. Bascha Mika, ehemals Chefredakteurin der Tageszeitung taz, die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth und der Kabarettist Kerim Pamuk. Phoenix zeigte die Debatte am 29. November um 13 und um 22.30 Uhr.

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Das Thema und die Gäste

Religion und Meinungsfreiheit:
Schluss mit lustig?

Wann ist Schulss mit lustig?

Ob es um die Mohammed-Karikaturen oder die Mozart-Oper „Idomeneo“ geht – immer wieder kommt es zu Diskussionen um die Grenzen von Kunst- und Meinungsfreiheit. Aber auch Christen beklagen einen Mangel an Respekt, wenn etwa die Tageszeitung Klinsmann am Kreuz zeigt. Darf man über Gott und Allah lachen? Wie viel Kritik, wie viel Satire ist erlaubt? Um diese Fragen ging es am 19. November in der Marktkirche Hannover und am 29. November um 13 und um 22.30 Uhr auf Phoenix. Mitduskutiert haben Landesbischöfin und EKD-Ratsvorsitzende Dr. Margot Käßmann, der Vorsitzende des Islamrats, Ali Kizilkaya, Claudia Roth, Bundesvorsitzende der Grünen, die ehemalige taz-Chefredakteurin Bascha Mika und der Kabarettist und Autor Kerim Pamuk.

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Pro und Contra: Religion und Meinungsfreiheit

 

Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann, EKD-Ratsvorsitzende

Pro: "Religiöse Gefühle sind zu achten"

Fordert Respekt vor religiösen Gefühlen: Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann.

Die evangelische Kirche tritt für Freiheit ein, für Meinungsfreiheit ebenso wie für Religionsfreiheit. Ich kann verstehen, dass sich viele Muslime durch die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen verletzt gefühlt haben. Leider gehen Satiren, Theaterstücke und Veröffentlichungen vielfach über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus. Dies erschwert den Dialog der Religionen, statt ihn zu fördern.

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Bascha Mika, taz-Chefredakteurin 1998-2009:

Contra: "Religionskritik ist Teil der Meinungsfreiheit"

Bascha Mika. "Nichts und niemand ist vor Satire sicher."

Darf ein Medium religiöse Symbole satirisch angreifen? Auch wenn dies möglicherweise die Gefühle von Gläubigen verletzt? Natürlich! Wo Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit herrscht, ist nichts und niemand vor Satire sicher. Religionskritik ist Teil der Meinungsfreiheit.

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Debatten zu Religion und Meinungsfreiheit

Von den Mohammed-Karikaturen bis zu
Klinsmann am Kreuz

Weltweite Proteste gegen die dänischen Karikaturen. Foto: flickr.de / El Marco

Die Meinungs- und Pressefreiheit ist eines der Grundrechte in einer demokratischen Gesellschaft. Endet die Meinungsfreiheit dort, wo religiöse Gefühle verletzt werden? Ein Blick zurück zeigt: Wenn es bei religiösen Fragen und Symbolen satirisch zugeht, ist schnell Schluss mit lustig. Tacheles online stellt die brisantesten Fälle vor.

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Dänische Mohammed-Karikaturen

Chefredakteur: „Die Freiheit der Medien ist das Rückgrat der Demokratie“

Chefredaktuer Jørn Mikkelsen: "Die Meinungs- und Pressefreiheit muss verteidigt werden".

Vier Jahre ist es her, dass die dänische Zeitung Jyllands-Posten die Mohammed-Karikaturen veröffentlichte und damit weltweit für einen Proteststurm sorgte. Bis heute wehrt sich die Redaktion gegen Klagen und Proteste, erklärt Chefredakteur Jørn Mikkelsen im Gespräch mit tacheles online. Der Streit werde die Zeitung noch jahrelang verfolgen, befürchtet er. Aber einschüchtern lassen sich die Redakteure Mikkelsen zufolge nicht: „Die Meinungs- und Pressefreiheit muss verteidigt werden – das ist die wichtigste Lehre aus dem Streit um die Mohammed-Karikaturen“, so Mikkelsen.

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Kerim Pamuk

„Allah verzeiht, der Hausmeister nicht“

Kerim Pamuks Sicht auf die Deutschen.

„Guten Tag und Grüß Gott, liebe Glaubensschwestern und Glaubensbrüder aus dem Orient“, so begrüßt Kerim Pamuk die Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich für das „possierliche und ultramoderne Deutschland“ interessieren. So beschreibt er jedenfalls das Land, in das er 1979 – im Alter von neun Jahren – zog. In seinem kulturellen Reiseführer „Allah verzeiht, der Hausmeister nicht“ erklärt Pamuk, worauf sich ein Migrant in Deutschland vorbereiten muss.

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Presse-Echo

So berichten andere Medien
über Tacheles

Die Volksstimme Magdeburg schreibt: Nach einem von Streit um Moscheebauten und die Verfassungstreue der Muslime belasteten Verhältnis will die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zu einem konstruktiven Dialog zurückkehren: Bei ihrem ersten Auftritt mit einem hochrangigen Islamvertreter forderte die neue EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Margot Käßmann, mehr Respekt für religiöse Gefühle. Mit dem Vorsitzenden des Islamrats in Deutschland, Ali Kizilkaya, war sie sich einig, dass auch die Meinungsfreiheit Grenzen haben müsse, wenn andere verletzt werden. 

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Religion und Meinungsfreiheit

Mordanschlag auf Mohammed-Karikaturisten

Der dänische Karikaturist Kurt Westergard ist nur knapp einem Mordanschlag entkommen. Westergard hatte 2004 für die Zeitung Jyllands-Posten eine Mohammed-Karikatur gezeichnet, die den Propheten mit einer Bombe unter dem Turban zeigt. Nach der Veröffentlichung der Karikaturen war es in der islamischen Welt zu Boykotten und gewaltsamen Demonstrationen gekommen. Um die Frage nach den Grenzen der Meinungsfreiheit ging es auch bei Tacheles mit der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann, dem Islamratsvorsitzende Ali Kizilkaya, Grünen-Chefin Claudia Roth und anderen.

 

Tacheles und evangelisch.de

Tacheles-Chat mit Kerim Pamuk

Hier können Sie nachlesen, was Kerim Pamuk im Chat von Tacheles und evangelisch.de gesagt hat.

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